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Aus für Fujitsu-Werk trifft 1800 Mitarbeiter
#1
Zitat:Draußen vor dem Werkstor herrschte am Freitagvormittag lähmende Stille. Innen erfuhren die Beschäftigten eine bittere Botschaft: Der japanische Computerhersteller Fujitsu gibt sein Werk in Augsburg komplett auf. Bis spätestens September 2020 soll der Standort geschlossen werden. Betroffen sind rund 1800 Beschäftigte.

Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/wir...46766.html

Das ist bitter. Ich kenne noch ein paar Bekannte, die da arbeiten. Die Dimension der Folgen für Augsburg kann man noch gar nicht abschätzen.

Martin
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#2
Mein Bruder war dort 28 Jahre .
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#3
(26.10.2018, 19:51)Klartexter schrieb: Mein Bruder war dort 28 Jahre .

Das ist natürlich doppelt tragisch. Ich meine sogar, dass ich ihn kenne. Die verwandschaftliche Zugehörigkeit kannte ich hingegen nicht.

Übrigens: Deshalb wurde in den USA Präsident Trump gewählt: Er zeigt der Welt gerade, dass die „Globalisierung“ kein irreversibler Prozess ist. Wenn eine Firma meint, dass sie Arbeitsplätze ins Ausland verlagern will oder technisches know-how in Form von Firmenverkäufen ins Ausland abzuwandern droht, bekommt sie den Zorn des Präsidenten in Form von Sanktionen zu spüren. Wenn andere Länder mittels Sozialdumping oder staatlicher Subventionen den US-Markt gefährden, drohen drakonische Strafzölle. Erfolg bisher: BMW baut groß in den USA, Volkswagen hat seine Mexiko-Pläne begraben, das Wirtschaftswachstum liegt bei über 4%, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit 1969 - Neunzehnhundertneunundsechzig!

Die Träumer, die noch vor einem Jahr von Amtsenthebung und kürzester Amtszeit schwadronieren, werden sich wundern, welch fulminanten Erfolg die Republikaner bei den Midterms einfahren werden!

Martin
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#4
(26.10.2018, 20:48)Martin schrieb: Das ist natürlich doppelt tragisch. Ich meine sogar, dass ich ihn kenne. Die verwandschaftliche Zugehörigkeit kannte ich hingegen nicht.

Übrigens: Deshalb wurde in den USA Präsident Trump gewählt: Er zeigt der Welt gerade, dass die „Globalisierung“ kein irreversibler Prozess ist. Wenn eine Firma meint, dass sie Arbeitsplätze ins Ausland verlagern will oder technisches know-how in Form von Firmenverkäufen ins Ausland abzuwandern droht, bekommt sie den Zorn des Präsidenten in Form von Sanktionen zu spüren. Wenn andere Länder mittels Sozialdumping oder staatlicher Subventionen den US-Markt gefährden, drohen drakonische Strafzölle. Erfolg bisher: BMW baut groß in den USA, Volkswagen hat seine Mexiko-Pläne begraben, das Wirtschaftswachstum liegt bei über 4%, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit 1969 - Neunzehnhundertneunundsechzig!

Die Träumer, die noch vor einem Jahr von Amtsenthebung und kürzester Amtszeit schwadronieren, werden sich wundern, welch fulminanten Erfolg die Republikaner bei den Midterms einfahren werden!

Martin

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Peter Saalfrank, beklagt, nach der Ankündigung von Fujitsu,
die Produktion nach Japan zu verlagern......

https://www.br.de/nachrichten/bayern/sch...eg,R7ZJVd7
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#5
(26.10.2018, 20:48)Martin schrieb: Das ist natürlich doppelt tragisch. Ich meine sogar, dass ich ihn kenne. Die verwandschaftliche Zugehörigkeit kannte ich hingegen nicht.

Na ja, Martin, er hat durch die vielen Jahre Anspruch auf eine Abfindung, zudem hat er schon drei Angebote vorliegen. Die Schließung hat sich schon einige Zeit abgezeichnet, jetzt ist sie Tatsache.
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#6
Martin glaubt immer noch, dass dieser Präsident durch sein erratisches Verhalten den Lauf der Dinge aufhalten kann. Erschreckend.

Es war doch ein Wunder, dass Fujitsu am Standort Deutschland so lange festgehalten hat. Tragisch ist allerdings, dass es nun so viele Beschäftigte auf einmal trifft.
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#7
(26.10.2018, 21:42)leopold schrieb: Martin glaubt immer noch, dass dieser Präsident durch sein erratisches Verhalten den Lauf der Dinge aufhalten kann. Erschreckend.

Es war doch ein Wunder, dass Fujitsu am Standort Deutschland so lange festgehalten hat. Tragisch ist allerdings, dass es nun so viele Beschäftigte auf einmal trifft.

Der blödeste Beitrag des Tages kommt pflichtgemäß von Ihnen. Fujitsu schließt seine Pforten in Deutschland nicht, weil das Geschäft etwa defizitär wäre. Nein, sie führen das Geschäft nur woanders weiter, in ihrem eigenen Land, in Japan. Bauen da ihre Fabriken, geben dort den Leuten Arbeit.

Ihre geheuchelte Anteilnahme für die Mitarbeiter können Sie sich sparen. Das juckt einen neoliberalen Opportunisten ihrer Prägung doch nicht die Bohne.

Martin
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#8
(26.10.2018, 21:55)Martin schrieb: Der blödeste Beitrag des Tages kommt pflichtgemäß von Ihnen. Fujitsu schließt seine Pforten in Deutschland nicht, weil das Geschäft etwa defizitär wäre. Nein, sie führen das Geschäft nur woanders weiter, in ihrem eigenen Land, in Japan. Bauen da ihre Fabriken, geben dort den Leuten Arbeit.

Ihre geheuchelte Anteilnahme für die Mitarbeiter können Sie sich sparen. Das juckt einen neoliberalen Opportunisten ihrer Prägung doch nicht die Bohne.

Martin

Ein Geschäft muss nicht defizitär sein, um nicht mehr rentabel zu sein. Warum war diese Fabrik wohl die letzte ihrer Art in ganz Europa? Man kann nicht mehr konkurrenzfähige Industriezweige durch Subventionen oder neuerdings auch durch politische  Erpressung eine Weile am Leben erhalten. Am Ende ist der Schaden nur umso größer.
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#9
(27.10.2018, 09:06)leopold schrieb: Ein Geschäft muss nicht defizitär sein, um nicht mehr rentabel zu sein. Warum war diese Fabrik wohl die letzte ihrer Art in ganz Europa? Man kann nicht mehr konkurrenzfähige Industriezweige durch Subventionen oder neuerdings auch durch politische  Erpressung eine Weile am Leben erhalten. Am Ende ist der Schaden nur umso größer.

Reden Sie doch bitte nur über Dinge, von denen Sie etwas verstehen. Also praktisch nichts. Wolfgang Grupp zeigt schon seit Jahrzehnten mit Trigema, dass sich selbst die Textilproduktion in Deutschland noch lohnt, wenn man sein Handwerk versteht. Der Lohnkostenanteil bei einem PC liegt bei unter 5%, also können Lohnkosten kein Grund sein, da Japan auch nicht gerade als Niedriglohnland bekannt ist. Es war eine Entscheidung der Geschäftsführung in Japan, die Produktion aus patriotischen Gründen heim nach Japan zu holen, auch wenn Sie das wieder nicht verstehen wollen. Die PC-Produktion ist in Japan genauso wettbewerbsfähig wie in Deutschland und vice versa. Dass Schlüsseltechnologien aus Deutschland abwandern, ist nichts neues. Das nächste Debakel droht bei KuKa. Aber vermutlich sind Roboter auch keine zukunftsfähige Technologie...

Martin
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#10
(27.10.2018, 14:45)Martin schrieb: Reden Sie doch bitte nur über Dinge, von denen Sie etwas verstehen. Also praktisch nichts. Wolfgang Grupp zeigt schon seit Jahrzehnten mit Trigema, dass sich selbst die Textilproduktion in Deutschland noch lohnt, wenn man sein Handwerk versteht. Der Lohnkostenanteil bei einem PC liegt bei unter 5%, also können Lohnkosten kein Grund sein, da Japan auch nicht gerade als Niedriglohnland bekannt ist. Es war eine Entscheidung der Geschäftsführung in Japan, die Produktion aus patriotischen Gründen heim nach Japan zu holen, auch wenn Sie das wieder nicht verstehen wollen. Die PC-Produktion ist in Japan genauso wettbewerbsfähig wie in Deutschland und vice versa. Dass Schlüsseltechnologien aus Deutschland abwandern, ist nichts neues. Das nächste Debakel droht bei KuKa. Aber vermutlich sind Roboter auch keine zukunftsfähige Technologie...

Martin

Lesen Sie das heutige  Interview in der AA  mit dem Augsburger Informatikprofessor Rohrmair, der füllt Ihre Wissenslücken. Dass in schrumpfenden Märkten das Geschäft konzentriert wird, ist völlig normal. Das würden wir von deutschen Unternehmen, die im Ausland Werke haben, auch erwarten. Wenn jemand Schuld an der Malaise hat, dann ist das Siemens, das sich vom Massengeschäft überall verabschiedet hat. Die Japaner haben sich 20 Jahre lang vorbildlich verhalten.

Bei Kuka droht gar nichts, dort wird in den nächsten Jahren massiv (400 Millionen Euro) investiert.
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